Gesamthaftes Vorgehen im "Fischnetz"

Für ein zielgerichtetes und effizientes Arbeiten bedarf es eines klaren Plans. Grundlage hierfür bilden die Arbeitshypothesen (Fischnetz-info Nr. 2). Da unsere Ressourcen nicht ausreichen, um alle diese Hypothesen gleichermassen ausführlich und zeitlich ausgedehnt zu untersuchen, muss eine rollende Planung und ein systematisches Vorgehen gewählt werden.

Dafür schätzt die Projektleitung zunächst die Bedeutung und die Dringlichkeit einer Bearbeitung der Hypothesen ab. Grundlage bilden sowohl die Fachkenntnisse als auch der persönliche Erfahrungsschatz. Darauf basierend werden entsprechende Ranglisten der Hypothesen erstellt. Diese werden mit den Projektzielen der laufenden Teilprojekte verglichen. So können Forschungslücken rasch identifiziert werden und entsprechend neue Projekte initiert werden. Darüberhinaus muss von Beginn an der derzeitige Zustand der Fischbestände und -gesundheit erhoben werden, damit künftige Veränderungen und Erfolge eingeleiteter Massnahmen zuverlässig erfasst werden können.

Alle Teilprojekte werden ständig evaluiert und ihre Resultate zu einer Synthese zusammengeführt. Hierbei steht die Absicht im Vordergrund, die untersuchten Faktoren in ihrer Bedeutung genauer einzuschätzen. Dies mündet einerseits im Verwerfen bestimmter Hypothesen, andererseits im Generieren neuer. Auf diese Weise erwarten wir ein schrittweises Einkreisen der hauptverantwortlichen Ursachen.

Daraufhin sollte es möglich sein, Massnahmen zu entwickeln, mit denen der Fischrückgang gebremst und die Gesundheit der Fische und des Ökosystems wiederhergestellt werden kann. Die Projektleitung und der Lenkungsausschuss leiten dann, gemeinsam mit den betroffenen Stellen, entsprechende Aktionen ein. Eine Erfolgskontrolle ist der nächste notwendige Schritt. Da das Projekt Fischnetz auf einen Zeitraum von 3-5 Jahren angelegt ist, ist es unbedingt notwendig, möglichst früh mit der Entwicklung und Umsetzung von Massnahmen zu beginnen.

 


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